Samstag, 19. August 2017

Finanzgericht Münster: 6 % sind ok!

Nun hat sich auch das Finanzgericht Münster mit der Höhe der Nachzahlungszinsen auseinandergesetzt und  ist zu der Auffassung gelangt, dass 6 % in Ordnung sind, vgl. FG Münster v. 17.08.2017 zu 10 K 2472/16.

Es hat allerdings die Revision zugelassen.

Mittwoch, 16. August 2017

Was Deutschland darf, dürfen andere noch lange nicht

Wir erinnern uns: Mit Hilfe des Bundesnachrichtendienstes wurde die erste sog. Steuer-CD mit Daten  zu Geschäftsbeziehungen deutscher Steuerpflichtiger zu Schweizer Banken angekauft. Das wurde von Politikern jeglicher Couleur als normaler Vorgang bezeichnet. Es folgten Drohungen mit der Kavallerie.

Nun soll die Schweiz, wie auch hier bereits berichtet wurde, den Spieß umgedreht haben. Der Generalbundesanwalt ermittelt. Die Bundesregierung könnte ihn stoppen, weil der Bundesrepublik ein schwerer Nachteil durch die Ermittlungen entstehen könnte, weil sie die guten Beziehungen zur Schweiz beeinträchtigen oder der Strafverfolgung überwiegende öffentliche Interessen entgegenstehen. Tut sie aber nicht. 

Dienstag, 15. August 2017

Facebook-Profil gelöscht

Liebe Leser,

mein Facebook-Profil habe ich gestern nach reiflicher Überlegung gelöscht. 

Daher werden Beiträge, die ich hier von Zeit zu Zeit schreibe, nicht mehr bei Facebook angezeigt, sondern nur noch bei XING und Twitter.

Ich verspreche, dass ich künftig wieder etwas fleißiger bloggen werde. 

Herzliche Grüße

Thomas Wenzler

Freitag, 28. Juli 2017

Empfehlung zum Thema Steuer-CDs

Handwerkliche Fehler in Durchsuchungsbeschlüssen
sowie andere Irrungen und Wirrungen in Steuer-CD-Fällen (Teil 1) lautet der Titel des Aufsatzes von Franke-Roericht und Peters in StB 2017, 215 ff.

Lesenswert!

Machen Sie keinen Fehler, Herr Lienenkämper!

Nach Berichten in den Medien will NRW-Finanzminister Lutz Lienenkämper an der Praxis des Ankaufs von Datenträgern mit gestohlenen Daten festhalten.

Diese Praxis ist und bleibt fragwürdig. Die Daten sind im Ausland gestohlen worden. Der Datendiebstahl ist dort in der Regel eine Straftat. Bei alledem ist der sog. automatische Informationsaustausch gestartet. Die letzten Selbstanzeigen laufen. Ich meine daher, man sollte die Praxis von Herrn Walter-Borjans nicht fortsetzen.


Samstag, 8. Juli 2017

Influencer Marketing

Sie wissen nicht, was das ist? Dabei ist es (im Grunde) ganz einfach: Besonders in der Modebranche wird nicht mehr (nur) auf Werbung in den einschlägigen Medien gesetzt, sondern auf Menschen, die in den sozialen Medien bekannt sind, d.h. viele "Follower" haben. Denen werden dann Kleidung, Accessoires usw. "geschenkt, damit sie sich damit vor ihren Followern präsentieren.

Hinzu kommen Flugtickets und Hotelaufenthalte.

Die Unternehmen dürften das alles als betrieblichen Aufwand geltend machen. Fragt sich nur, ob die Influencer die "Geschenke", die tatsächlich eine Vergütung sind, auch versteuern. 

Wie komme ich auf das Thema? Der Focus hat mich hierzu befragt.

Mittwoch, 5. Juli 2017

BKA kauft Panama Papers

Wie und auf welchen Wegen das BKA an die Panama Papers gekommen ist, werden wir vielleicht nie erfahren. Eins steht jedoch fest: Für manche Steuerbürger kann die Auswertung unangenehm werden. 

Ob jetzt noch eine Selbstanzeige zur Straffreiheit hilft, ist angesichts neuerer Entwicklungen in Rechtsprechung und Literatur fraglich. Indes wird eine freiwillige Offenbarung in der Regel honoriert. Betroffene sollten jedenfalls schnell handeln.